














Seattle – Hawaii – South Korea – Malaysia – Singapore – Maldives – Dubai














Uff! Das waren aufregende Wochen! Jetzt weniger wegen den Kindern und der Schule.
Da sind wir schon im Schuljahres-End-Modus bei aktuell noch 13 Schultagen und die lieben Kleinen machen – noch – weniger als in den letzten Wochen. Die finalen Schulaufgaben sind längst geschrieben und wir hangeln uns nur noch von International Food Day, zu Go Green Day, All Kibili-Party, Good Bye Party, Field Trip Week etc. Das ist nett für die Kinder. Ich versuche nichts zu vergessen und jedem Knaben am richtigen Tag die geographisch korrekten kulinarischen Köstlichkeiten und die ebenso passenden und modischen Outfits zu verpassen. Wird schon gut gehen. Unsere Tage hier sind ja gezählt…
Seit heute, 01. Juni 2019 Ortszeit, PT ist es nämlich offiziell. Wir ziehen um – war ja klar -und jetzt kommt das Lustige: Unsere neue Adresse ab ca. 12. August lautet:
9301 Bavaria Ln, Austin, TX 78749
Als hätte dieses Haus auf uns gewartet! Und wir haben es in vollstem Vertrauen auf „unsere“ Olivia ungesehen gekauft. Uff! Wie meinte Sie heute: „Happy House Day!“
Na ja, wir haben gerade eine Flasche Weißwein geköpft. Jetzt weniger um zu Feiern, mehr weils halt gut zu den Spaghetti mit Garnelen passt und wir gleichzeitig noch den kleinen bis mittelgroßen Kloß im Hals runterspülen können, der sich mit diesem Kauf einstellt. Noch hat das Wir-habens-gekauft-und-nicht-gesehen-Haus im ersten Stock ein Bad und im Garten einen Pool zu wenig! Außerdem wohnt zwar der alleinerziehende Vater schon nicht mehr wirklich da, aber der Sohnemann – plus aufpassender Oma – soll noch bis Mitte August bleiben, um das Summer Camp zu besuchen. Grrrrr.
Unsere Kinder sollten idealerweise aber mal zur Abwechslung zum Schuljahresbeginn auf die neuen Schulen wechseln und das wäre dann der 20. August, nachdem Texas im Moment schon Sommerferien hat.
Also weiterhin haben wir so kleine Kleinigkeiten zu bewältigen – neben dem Container, der hoffentlich langsam auf die Reise geht, unseren 1700 Meilen die zwischen uns und unserem Zeug und der Bavaria Ln, TX liegen und dem bisschen Arbeiten (war da was?) für Thomas, der neben San Jose hier bis zum Umzug auch noch einen Abstecher nach Seattle, Hildesheim, Ingolstadt und Seoul machen soll. Äh, mal kurz die Karte gecheckt: Kurz ein Trip um die ganze Welt. Aber hey, sonst wird’s uns ja langweilig…
Also: Guckst Du mal auf google maps unter 9301 Bavaria Ln, TX 78749 – bald sind wir bereit, die ersten Besucher im Süden zu empfangen.
Howdy!
Nachdem uns der Memorial Day am vergangenen Montag ein langes freies Wochenende für alle Nirschls beschert hat, haben wir ein paar – viele – Sachen in den FRANKY gepackt, eine feine Hütte bezogen und unterstützt durch ein klimatisches Feuerwerk (von Freibadwetter bis Neuschnee war alles dabei) ein paar Tage im und um den Yosemite Nationalpark verbracht.
It was awesome und so viel Spaß!





























































Mal sehen, ob wir im Alophia Dr, Austin eine neue Heimat finden
Keep your fingers crossed!













































Sowas schon mal gehört? Ah, ja – das ist so schön, wenn man in eine andere Kultur eintaucht, dass man so ganz ungewöhnliche Bräuche und Gepflogenheiten kennenlernen darf – oder muss.
Also in dieser Woche huldigen wir – übrigens nationwide – den Lehrern. Mit „wir“ meine ich jetzt weniger die Kinder. Das ist glaub ich auch nicht ganz ernst gemeint, dass die Kinder die Lehrer huldigen soll. Welches Kind macht das schon? Also meine ich mit „wir“ eher die Eltern. Na ja, eigentlich auch nicht. Welchen Vater kümmert jetzt schon die Lehrerhuldigung. Also „wir“ sind die Mütter – also in unserem Fall – ich!
Das geht jetzt so. Ende letzter Woche beginnen die Emails. Eins, zwei, drei, viele… um die Mütter daran zu erinnern, dass in dieser (ersten vollen Mai-)Woche die Lehrer zu belohnen sind. Gut, ob man das jetzt vorgeschriebenermaßen in einer bestimmten Woche machen muss hab ich mich gefragt? Aber das muss man wohl. Na gut! Hab da noch kein großes Problem gesehen. Bis ich weitergelesen hab…
Also eigentlich ginge es ja nur um den Dienstag, 7.5. Da sollen doch bitte die Lehrer mit einer kleinen, netten, fast-gar-nichts-kostenden Geste „überrascht“ werden. Wahnsinnige Überraschung, wenn viele Lehrer selber Kinder an der Schule haben und auf jedem Radio- und TV-Kanal von der Week berichtet wird. Aber tun wir halt mal so…
Gut, dachte ich, also am Dienstag… Dann wurde ich lesenderweise aufgeklärt, dass man ja völlig freie Auswahl hat, was man dem Kind für den/die Lehrer mitgeben soll. Nur als kleiner Hinweis gedacht, seien die folgenden „Vorschläge“: eine Blume aus dem eigenen Garten (ha ha! Wir haben keinen Garten! Und neben unserer Hinterhofterrasse wächst das hier:)

… Schokolade oder Kekse: selbstgemacht oder gekauft – aber bitte daran denken, dass wir eine nussfreie Schule haben (wieder ha ha! Da stand ich dann verzweifelt im Supermarkt und hab mich gefragt, ob ich die Kekse kaufen kann, auf denen vermerkt wird, dass in der Produktionsfabrik auch andere Produkte hergestellt werden in denen Nüsse sind? Und was sind eigentlich alles Nüsse? Peanuts ist ja klar, die sind auch fast überall drin. Dann gibt’s noch tree nuts? Äh gut. Also auch NICHT gut. Und sonst?) Das mit dem selberbacken hab ich gleich aufgegeben. Bei dem Ofen…
Obst (Superidee!) oder etwas Selbstgemaltes oder Gebasteltes oder Geschriebenes oder alles zusammen. Hier gabs noch die Anmerkung, dass natürlich auch die Eltern (also ich Mutter versteht sich) das machen können! Hä? Das nehm ich auch nicht ernst. Dachte meine Bastelphase hätte ich mit der letzten bayerischen St-Martins-Laterne endgültig überstanden.
Na gut…. Letztendlich ist Johannes dann am Dienstag mit einer (gekauften) weißen Nelke und einer (gekauften) Packung Kekse (was weiß ich ob da mal eine Nuss vorbeigeschaut hat) in die Schule gegangen und hat sie dem erstbesten Lehrer ohne Kommentar in die Hand gedrückt. Alex hats ähnlich gemacht und statt aufzuteilen für seine drei Kindergartenlehrer die zwei gekauften weißen Nelken (nachdem er sie vorher als Straßenbürste ausprobiert hat) und die Packung Kekse (siehe oben) seinem einen Lehrer in die Hand gedrückt.
Hey, der Wille zählt…
Bei Matthias sahs leider ein wenig anders aus. Am Sonntag kam nämlich noch eine mail von den engagierten Klassenelternsprechern seiner Klasse: Man dachte, es wäre schön, die „Überraschung“ auf die ganze Woche (also stop: nur Di-Fr) auszudehnen! Und man schlüge dann folgende Vorgehensweise vor: Die Kinder bringen bitte am Dienstag eine Blume, am Mittwoch ein Obst, am Donnerstag eine Schokolade oder Kekse, am Freitag ein selbstgemaltes Bild oder Gedicht mit nettem Spruch!
Ja. Also. Äh, gut! Ich habe gestern Matthias mit einer gekauften, weißen Nelke in die Schule geschickt. Passt. Lehrerin hat eine nette DANKE-mail an alle Eltern geschickt, dass sie sich so über die Blumen gefreut hat. Heute hat er sich aus der häuslichen Obstecke einen schnöden Apfel (da war auch noch der Aufkleber vom Supermarkt dran!) ausgesucht. Dachte das passt auch. Lehrerin hat wieder eine nette DANKE-mail an alle Eltern geschickt, dass sie sich so über das Obst gefreut hat. Besonders über das da.
Und das sind DELFINE!!!…

Oh Mann!
Jetzt werde ich echt nervös wegen morgen. Kann das Kind ja fast nicht damit schicken:

Und erst der Freitag…
















Yup, das ist jetzt mal ein Thema, so mehr fuer die Frauen. Kann man denn allen Ernstes uebers Einkaufen schreiben? Kann man – und frau erst…
So vor gut einem Jahrzehnt damals an der Ostkueste haben wir langsam im Supermarkt gelernt, was man entweder kaufen kann, weils gut ausschaut UND schmeckt, oder shit ausschaut und trotzdem geniessbar sein muss – aus Mangel an Alternativen.
Das ist hier so aehnlich. Der Supermarkt meines Vertrauens hier in der Naehe hat noch eine dritte Variante: Schaut gut aus, schmeckt passabel UND ist auch noch erschwinglich. Da sag ich jetzt nur mal so nebenbei: die Lebenshaltungskosten hier in der Bay Area fuehren bei mir immer noch regelmaessig zur Schnappatmung! Aber man kann die Kinder ja nicht nur mit billigem Fertigfutter (wie z. B. maccaroni&cheese mit coke, uahhh!!) durchbringen. Sag ich! Also sie koennten schon…
So, also das geht dann so, dass man im sauteuren Supermarkt spaetestens beim ersten Besuch dem Bonusprogramm beitritt. Kennen wir ja alle. Im Silicon Valley geht das natuerlich per Handy, also haben wir uns waehrend des ersten Besuchs zwischen Ingwerwurzel und chinesischem Knollenknoblauch eingetragen. Also Thomas hats an seinem Handy gemacht. Ich hatte noch gar keins, weil wir noch vor dem Handykauf Lebensmittel besorgen wollten. Ganz schoen durchgeknallt, oder? Na ja, langer Rede…
Seither brauche ich bei jedem Supermarktbesuch Thomas Handynummer, um von den Supersparangeboten zu profitieren. Aber dazu spaeter mehr…
Um nun die Illusion zu wahren, dass es ja gar nicht soooo teuer ist, gibt es jetzt im Prinzip zwei Supermarkt-Tricks: buy 2 (or 3, 4, 5) and get one FREE! Das ist echt cool! Da hab ich ein so richtiges Schnaeppchen gemacht und wir haben jetzt beispielsweise einen Wattestaebchen-Vorrat ueber den sich noch unsere Enkel freuen werden! Haha, das war ein Deal!!
Zweiter Trick: „3 for 10$“ Also kauf z.B. drei Minischalen Himbeeren und zahle dann nur 10$. Das fuehlt sich doch gut an! Ich mein so fuer den Augenblick ein Gluecksgefuehl! Das haelt dann hoffentlich so lange, bis man daheim ca. 2 Schalen direkt in den Muell kippt, weil auf wundersame Weise waehrend des Heimweges aus den Beeren Matsch&Schimmel geworden ist. Aber- immerhin im Supermarkt wars ein great super awesome deal!
Ausser natuerlich, tja, ausser man hat an der Kasse seine Telefonnummer vergessen, die man waehrend des Kassiervorgangs eintippen muss, um von diesen feinen deals zu profitieren.
Das ist mir mal passiert, als ich mit drei Kindern einkaufen war. Eins musste aufs Klo – gaaaanz dringend – die anderen zwei haben sich durch die Gaenge gejagt und dann an der Kasse abwechselnd Ich-kann-dich-aber-fester-Schubsen gespielt, oder das Suessigkeitenregal leer geraeumt.
Tja und mir ist in der Situation irgendwie diese sch… 10-stellige Telefonnummer nicht mehr eingefallen. Hat jetzt den Kassiervorgang wenig beschleunigt, um nicht zu sagen zum Stillstand gebracht. Da ich aber weder auf die super great awesome deals verzichten wollte, noch das nette aber schon ziemlich genervte Angebot des Typen hinter mir, seine Nummer zu verwenden von der Kassiererin akzeptiert wurde, musste ich wohl oder uebel meinem Handy Thomas Nummer entlocken. Und das hat gedauert…
Na ja, seither gehe ich eigentlich immer allein einkaufen. Bei den Preisen ist das Aufregung genug…
… dass wir im Kingsbury CIRCLE wohnen. Sonst haette dank der Sperrmuell-Crew gerade kein Weg nach Hause gefuehrt!




