
Hab ich heute mit den Jungs entdeckt und wir haben ueberlegt, welche Pets hier wohl so zum kac… ausgefuehrt werden… Alligatoren? Ameisen? Stinktiere?

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Hab ich heute mit den Jungs entdeckt und wir haben ueberlegt, welche Pets hier wohl so zum kac… ausgefuehrt werden… Alligatoren? Ameisen? Stinktiere?
Also jetzt sind unsere Jungs seit genau drei Wochen hier in der Schule bzw. im Kindergarten und es wird Zeit ein Lob los zu werden.
Gott sei Dank lesen die Jungs den Blog ja nicht, sonst steigts ihnen noch zu Kopf.
Aber trotzdem…

Johannes ist in seiner „neuen 5b“ bestens angekommen. Und obwohl das Schuljahr hier ja ca. sechs Wochen weiter ist, bringt er eine 1 nach der anderen mit nach Hause. Ein Plus an dieser Stelle mal für das bayerische Schulsystem. 1/2 Jahr Gym in Bayern und der restliche Lernstoff nach Thüringer (was weiß ich warum? Wahrscheinlich weils einfach ist…) Lehrplan ist ein Kinderspiel.
Nach zwei Wochen hatte er seinen ersten Freund eingeladen (ein echter Wiener… oh mei!) und wie selbstverständlich antwortet er – wenns sein muss auch mit Händen und Füssen – wenn ihn jemand auf Englisch anspricht. Heute im Englischunterricht hat er sein erstes Arbeitsblatt ganz alleine bearbeitet – die Lehrerin hat gestaunt und die Klassenlehrerin meinte, er könnte eigentlich in die 6. Klasse wechseln (Sehr witzig! Als End-August-Kind und einer der Jüngsten in der 5. Privatschule halt).
Das alles macht er mal so schnell nebenbei, wo es ja auch immer noch ums Einleben in Land und Haus geht und er sein Zimmer im Moment mit Alex teilt.
Wow, Johannes! Wir bewundern Deine Ruhe und Gelassenheit und sind sehr stolz auf Dich!

Matthias unser Geniesserle. Er hatte echt Bammel vor der neuen Schule. Für ihn war es ja eigentlich der erste Wechsel. In die erste Klasse kam er damals ja mit all seinen Kindergartenfreunden.
Seine Lehrerin hier meinte am 2. Schultag, er gibt 200% und es fühlt sich so an, als ober schon immer in der 2a an der GISSV wäre. Auch er kommt im Stoff völlig problemlos mit und bei dem Mini-Pensum Hausaufgaben (Nochmal: Hurra Privatschule…) gibt’s auch nichts zu Jammern.
Auch die Schultage (jeden Tag bis 13.50 Uhr Unterricht) macht er toll mit. Er tüfftelt gerade am Mathe Känguru -Test für die 3. Klasse und ist schwer verliebt. Er macht sich stundenlang Gedanken, was er unternehmen kann, damit es seinem Fräulein gut geht…
Kein weiterer Kommentar.
Matthias ist für alles Neue offen: er probiert jedes Essen, testet jeden Spielplatz und den Pazifik, brrrr. Er spielt mit Jungs, mit Mädchen und lässt sich weder von neuen Gesichtern, noch fremder Sprache abschrecken.
Wow, Matthias! Wir bewundern Deinen Mut und sind unglaublich stolz auf Dich!

Alexander, unser Sonnenschein! Ist gleich am ersten Tag in die „Seelöwen-Gruppe“ hineinspaziert, als wär er nur mal kurz weg gewesen. Kein Jammern, kein Meckern. Er ist mitten ins Projekt „Zahlenland“ gestolpert und hatte trotzdem letzte Woche bei der Abschlusspräsentation eine Rolle im Lied- und Theaterstück. Er singt „Five Little Ducks“ und „Carrots, Peas and Broccoli“ mit coolem Ami-Slang und ist in seiner Gruppe bestens integriert.
Wow, Alexander! Wir bewundern Deine Fröhlichkeit und gute Laune und sind unheimlich stolz auf Dich!
So, das musste jetzt mal dokumentiert werden, damit auch wir nicht vergessen, was unsere Kinder in den letzten Wochen und Monaten geleistet haben…
Nun – das Fazit nach den ersten drei Wochen ist recht positiv! Trotzdem gibts so ein paar Sachen, die einfach echt abgefahren und in Teilen auch stark gewöhnungsbedürftig sind:
Küchenschaben
Manchmal gibt es schon komische Zufälle. Sind wir doch letzen Freitag im Zoo und gehen ins Insektenhaus. Keine gute Idee! Da krabbelt und kriecht in unzähligen Terrarien so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann in grün, braun, rot, blau; mit zwei, vier, fünf, sieben, acht, tausend Füssen. Und man fängt unweigerlich an, sich zu kratzen. Igitt! Aber halb so wild, sind ja alle hinter Glas und schon nach der nächsten Kurve war der Besuch fast vergessen.
Bis heute: Mach ich den Küchenschrank mit den Töpfen auf – grinst mich eine glänzend-braune Küchenschabe, so locker schicke 5cm groß an. IGITT!!! Hab den Topf nach draußen befördert und das Vieh in die Freiheit entlassen. Aber hey – Wer weiß wieviele davon noch hier wohnen? (Aus gegebenem Anlass gibts hierzu KEIN Beweisfoto: Wers aber nicht lassen kann: Einfach mal bei google „amerikanische Küchenschabe“ eingeben. Sowas in der Art…)
Soviel zum Thema! Ich erinnere mich auch in Vermont an solchen Besuch, also das mit dem wärmeren Klima zählt auch nicht. Ne, ne. Das geht so gar nicht!
Wasserhähne

Nun ja, ich versuche mich jetzt mal als Historiker und vermute, dass es auch im rückständigen Europa zu gewisser Zeit diese Art von Wasserzuläufen gegeben hat. Vermutlich wurden die letzten dieser widersinnigen, völlig unpraktischen und insbesondere für Kinder KOMPLETT IDIOTISCHEN Armaturen gegen Ende des 19. Jahrhunderts ausgemustert. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass das eine oder andere Teil noch seinen Weg in eines der vielen historischen Museen gefunden hat.
Aber hallo? In quasi jedem – nein nicht unfair sein – in der überwiegenden Mehrzahl der bathrooms in USA finden die sich immer noch. Die Folgen? Die Kinder waschen sich die Hände nur noch kalt, zumindest hatten sie in Deutschland die Chance so zu tun, als ob, das warme Wasser und Seife… Und wenn man versucht mit gutem Beispiel voran zu gehen, dann dauert das schon mal einige wertvolle Minuten inkl. filigraner, feinmotorischer Meisterleistung die richtige Temperatur einzustellen. Vorausgesetzt vorher lief nicht die Spülmaschine oder die Waschmaschine oder es hatte jemand geduscht. Sonst gibts nämlich gar kein warmes Wasser. Blub, blub…
Straßenschilder

Oh, mein Lieblingsthema! Da gibts sicher mal noch einen eigenen blog. Nur ganz kurz, weil wir letzten Samstag ein so schönes gefunden haben.
Also hoffentlich hat hier jeder eine sehr genaue Stopp-Uhr dabei. Aber immerhin: Jederzeit 24 Minuten!
Polizeiautos

Auch immer wieder gut. Sehr imposant, sehr grimmig schauende Sheriffs und sehr, sehr respekteinflössend für unsere Kinder. Aber das da, war echt die Schau. Hierbei handelt es sich um eine Bahnstation. Ja, ja! Das gibts schon. Da fahren auch Züge – also als wir vorbeigingen kam einer, Leute stiegen aus, Zug fuhr weiter und als wir zurückkamen, kam auch der Zug wieder zurück. Rückwärts! Keine Ahnung ob das Absicht war, aber schön irgendwie.

Wo war ich?
Ach ja, also an diesem Bahnhof standen einige, sehr wichtige Menschen, in Anzug und Kostümchen, mit Koffern. Kommt das Gefährt, Marke Golfwägelchen angerauscht, mit quietschenden Reifen um die Kurve (jetzt echt kein Witz), hält, lädt die wichtigen Menschen ein, Koffer in die – sagen wir mal – Ablage hinten und düst davon. Wir haben uns vor Lachen gekringelt. Vor allem als er kurz danach zurückkam, alles ausgeladen und uns vor der nächsten quietschenden Kurve zugewinkt hat.
Wer genau schaut erkennt auch das Santa Clara Police auf der Tür!
Kindergeburtstag

Also eigentlich eine wirklich gute Nachricht! Das Backen zum Kindergeburtstag wird nur im alten, wohlerzogenen Europa so als überaus wichtig betrachtet. Hier gilt: Je bunter und süßer, desto besser. Und wer selber bäckt, hat irgendwie einen am Donut – äh der Waffel!
Fortsetzung folgt:
Die highlights der nächsten Folge: Klopapier, Türgriffe, Wink- und Einweispersonal u.v.m.
Matthias nach dem Duschen und foehnen.

Bis Ende der Woche gibts 24 Grad – plus und Celsius!


Das ging echt mal schnell. Wenn man bedenkt, dass z. B. die Deutsche Post heute – exakt drei Wochen nach unserer Ankunft – die ersten Briefe nachgeschickt hat.
Ganz nebenbei wars eh nur lauter Quatsch…
Wir sind ja so olle Zoobesucher. Das machts eh mit Kindern

leichter, weil man immer eine gute Ausrede hat: Ah, das Kind will halt schon wieder hin! Na gut, dann gehen wir halt. Hihi und schon kann man ganz unbedarft wieder in den Zoo…



Ganz in US Marnier gibts hier aber auch viel aus Plastik. Illusion ist alles!








Was waere es schoen, braechte sie uns mal was… Aber die Nachsendung aus Deutschland hat bisher nur gekostet und 0 (null!) Briefe ueber den Atlantik geschickt. Grrrr…

Kennt mich ja keiner hier…



